Beschlussvorlage - 2025/SVS/168

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Stadtvertretung beschließt die Aufhebung des Beschlusses 2020/SVS/0045

 

„Zustimmung zur Erstellung eines Ökokontos und gleichzeitiger Verzicht auf die Bewirtschaftung des Kommunalwaldes auf den Flurstücken 9, 13, 106/1 und 227 der Flur 4 in der Gemarkung Stavenhagen“.

 

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Sachverhalt

Die Stadtvertretung der Reuterstadt Stavenhagen beschloss in ihrer Sitzung am 15.10.2020 die Erstellung eines Ökokontos und den Verzicht auf die Bewirtschaftung des Kommunalwaldes für die o. g. Flurstücke (2020/SVS/0045).

Eine Umsetzung des Beschlusses der Stadtvertretung zur amtlichen Ausweisung des Ökokontos wurde durch die Verwaltung bisher nicht vorgenommen.

Im Rahmen des Betreuungsvertrages der Reuterstadt Stavenhagen mit der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Forstamt Stavenhagen, wurde in einer gemeinsamen Beratung am 28.07.2025 durch das Forstamt darauf hingewiesen, dass die Stadt Stavenhagen auf die Bewirtschaftung der o.g. Flurstücke nicht verzichten und die Einrichtung des Ökokontos nicht weiter verfolgen sollte.

 

Begründung:

Direkt an die o. g. Flurstücke grenzt die Bahnstrecke Lübeck-Szczecin an. Die Reuterstadt Stavenhagen ist hier in der Verkehrssicherungspflicht und muss diese durch entsprechende Maßnahmen auch gewährleisten. Bei einer Nichtbewirtschaftung der Waldflächen gestaltet sich die Verkehrssicherung wesentlich aufwendiger und kostenintensiver (Kosten 2025: ca. 7.000 EUR).

Forstliche Nutzung (Erklärung des Forstamtes Stavenhagen):

In der Begutachtung der Waldfläche wurden im November 2019 folgende Baumarten ermittelt:

  473 Vorratsmeter (Vfm) Ahorn

2.644 Vfm Buche

2.213 Vfm Eiche

   167 Vfm Erle

     49 Vfm Esche.

Die Baumart Eiche erzielt von den heimischen Hauptbaumarten die durchschnittlich höchsten Erträge je Festmeter. In der Pflegenutzung, also die klassische Durchforstung, werden die besten Individuen gefördert und die eher qualitativ schlechteren genutzt. Dennoch sind hier Verkaufspreise von ca. 100 EUR bis 250 EUR je Festmeter Stammholz zu erwarten. Die Holzernte- bzw. Rückekosten sind von verschiedenen Faktoren (Wegeentfernung, Durchmesserstärke, Menge, Flächengröße etc.) abhängig, können jedoch grob überschlagen mit ca. 30 EUR/ Erntefestmeter berechnet werden.

Die zu erwartende Menge im Jahrzehnt beträgt gemäß der alten Forsteinrichtung (Stand 2016) 900 Fm.

Auf dieser Fläche steht demzufolge für die nächsten 10 Jahre Holz im Wert von ca. 225.000 EUR.

Davon abgezogen die Holzernte- und Rückekosten von ca. 27.000 EUR, verbleibt ein Erlös von ca. 200.000 EUR (immer zu berücksichtigen, dass dies nicht in einem Hieb erfolgen sollte).

 

Durch das Forstamt Stavenhagen wurde aktuell darauf hingewiesen, dass auf die Waldbe-wirtschaftung in diesem Bereich nicht verzichtet werden sollte. Dieser Hinweis steht im Widerspruch zum gefassten Beschluss 2020/SVS/0045 und der im Jahr 2019 vorgenommenen Eignungsprüfung für die Waldflächen. 

 

Die Verkehrssicherungspflicht entlang der angrenzenden Bahnstrecke

Lübeck-Szczecin und die Auflagen zum Nutzungsverzicht aus einer möglichen Ökokonto-Regelung (z. B. Erhalt von bestimmten Altbäumen) würden sich auf einem großen Teil des

Flurstückes ausschließen, sodass für die verbleibende Grundstücksfläche die Einrichtung eines Ökokontos nicht sinnvoll erscheint.

 

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Finanzielle Auswirkungen:

 

Ja

 

Nein

 

 

1.
Gesamtkosten der Maßnahmen (Beschaffungs-/ Herstellungskosten)
 

2.
Jährliche Folgekosten/ -lasten

 

 

3.
Finanzierung/
Eigenanteil
(i.d.R. = Kreditbedarf)



4.
Einmalige oder jährliche laufende Haushaltsbelastung (Mittelabfluss, Kapitaldienst, Folgelasten ohne kalkulatorische Kosten)

 

Veranschlagung im Ergebnishaushalt im HH-Jahr:
Sachkonto:

Veranschlagung im Finanzhaushalt im HH-Jahr:
Finanzkonto:

 

 

Keine Veranschlagung

 

 

 

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Anlagen

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